Fabian Rießle beim Weltcup-Auftakt in Kuusamo

Kombinierer der SZ Breitnau beim Weltcup-Auftakt auf den Rängen 24 und elf – und scheitert am Sonntag in der Qualifikation.

Der Nimbus der Unbesiegbarkeit zerstob wie eine Schneeflocke. Nichts war es zum Auftakt des Olympiawinters mit der Fortschreibung der Erfolgsgeschichte der deutschen Dominierer. Bei einem von heftigen Böen begleiteten, irregulären Wettbewerb sprangen die Kombinierer des Deutschen Skiverbands im ersten von drei Wettkämpfen am Freitag hinterher. Am Samstag hatten die DSV-Athleten den ersten Schock fast überwunden – Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) stürmte auf Rang drei.

Und am Sonntag war die Welt der deutschen Kombinierer bei Weltcup Nummer drei in Kuusamo fast schon wieder perfekt: Johannes Rydzek gewann vor dem fünfmaligen Weltcup-Gesamtsieger Eric Frenzel (Oberwiesenthal). Manuel Faißt vom SV Baiersbronn, der am Donnerstag schon in der Qualifikation gescheitert war und den Wettkampf am Freitag nur als Zuschauer erlebte, lief nach Rang 28 am Samstag tags darauf auf den 17. Platz.

Deutlich mehr erhofft hatte sich Teamweltmeister Fabian Rießle von der SZ Breitnau. Der 26-jährige St. Märgener haderte an allen drei Wettkampftagen mit der Schanze und dem ruppigen Nordwind. Am Freitag kämpfte er sich im ersten Weltcup-Wettkampf des Winters nach einem verunglückten Hüpfer auf der Skatingpiste über fünf Kilometer auf Rang 24 – während Eric Frenzel nach völlig verpatztem Sprung erst gar nicht zum Lauf antrat. Am Samstag ließ Rießle mit einem energischen Auftritt im Skatingrennen mit Rang elf sein Können aufblitzen. In Wettkampf drei in Kuusamo wollte er „angreifen“. Das misslang. Gründlich. Der fünfmalige Weltcup-Einzelsieger sprang in der Qualifikation in Kuusamo am Sonntagmorgen nur auf Rang 44 unter den nicht vorqualifizierten Athleten und verpasste damit den dritten Weltcupwettkampf. „Fabian hat einen technischen Fehler beim Absprung gemacht, der kommt immer wieder mal vor“, so Sprungtrainer Ronny Ackermann in der ARD: „Wir müssen in den nächsten Wochen schauen, dass wir das abstellen.“

Fabian Rießle hadert mit dem Nordwind (veröffentlicht am Mo, 27. November 2017 auf badische-zeitung.de)